Form · Wissen · Handlung

Zwölftonprosa und Dialogischer Pragmatismus

Das eine komponiert heterogene Materialien ohne souveränen Grundton. Das andere regelt Handlung ohne souveräne Stimme.

Literarische Form

Zwölftonprosa

Ein endliches Feld von Gegenständen, Stimmen, Dokumenten, Institutionen, historischen Drücken und Verweigerungen kehrt unter Veränderungen von Gebrauch, Verwahrung, Sprache, Autorität und Folge wieder. Kein Erzähler, keine Ideologie, kein Gericht, Archiv, keine Figur und kein Geist wird zum permanenten Grundton.

Frage: Wie bleibt eine Komposition kohärent, ohne dass eine Stimme das Ganze besitzt?

Öffentliche Praxis

Dialogischer Pragmatismus

Behauptungen werden nach Sprecher, Adressat, Institution, Beleg, Macht und Wirkung verortet. Entscheidungen nennen Betroffene, Schwelle, Träger, materielle Folge, Prüfung und Ende.

Frage: Wie handeln Menschen zusammen, ohne dass eine Stimme für alle antwortet?