Was die Website feststellen kann—und was nicht.
Das Projekt trennt literarische Autorität, dokumentierte Geschichte, fiktionale Gegengeschichte und Interpretation, damit keine Aussageart stillschweigend die Autorität einer anderen übernimmt.
Autorität der Bücher
Literarisches Vorspiel und Romane I–III besitzen literarische Autorität innerhalb der fiktionalen und übernatürlichen Komposition. Die deutsche Folge ist der Haupttext; die englische Folge ist eine autorisierte literarische Parallelfassung und keine Satz-für-Satz-Übersetzung.
Dokumentiertes historisches Feld
Die Schüsse von Schattendorf, Prozess und Freispruch, die Julikrise 1927, Parteien, öffentliche Institutionen, Zeitungen und namentlich genannte historische Personen gehören zur dokumentierten Geschichte. Historische Aussagen bleiben Quelle, Datum, Herkunft, Variante und ausgewiesener Unsicherheit rechenschaftspflichtig.
Fiktionale Gegengeschichte
Hermann, Julia, Alex, Alistair, Rita, Adornfeld, Dollberg, das private Leben des Herrenhauses, das interne Arbeitsprotokoll und Gegenprotokoll, Hermanns Bewegung und Staatsamt, die begehbare Gemäldewelt und das Attentat gehören zur Fiktion. Ihre Autorität ist literarisch, nicht beweisrechtlich.
Kritische und öffentliche Materialien
Lesebegleiter, Kritische Konkordanz, Synopsen, Diagramme und Website-Seiten bieten Orientierung und Interpretation. Sie ersetzen die Romane nicht und liefern keine autorisierte Endbedeutung. Öffentliche Leseproben bewahren feste, genehmigte Auszüge aus den maßgeblichen Publikationsdateien; vollständige Manuskripte bleiben im privaten Lesesystem.
Methode und Berichtigung
Jede öffentliche Behauptung sollte erkennen lassen, ob sie historische Tatsache, fiktionale Tatsache, Textbeobachtung, Autorinnendesign, interpretative Folgerung oder offene Frage ist. Sachkorrekturen und Quellenhinweise sind unter lianasive.writer@proton.me willkommen.
Autorinnenpoetik und Kompositionsnachweis
Der Bereich Zwölftonprosa ist die rückblickende Darstellung des formalen Verfahrens der Autorin. Er unterscheidet Textbeobachtung, Autorinnendesign, interpretative Folgerung und offene Frage. Er besitzt keine höhere literarische Autorität als die Romane und liefert keine endgültige Bedeutung.
Quellendisziplin ist die erkenntnistheoretische Grenze des Dialogischen Pragmatismus.
Gerichtsurteil, Zeitungsbericht, Familienerinnerung, Archivdokument, künstlerische Darstellung und geisterhafte Wahrnehmung können in eine Komposition eintreten, ohne gleich autoritativ zu werden. KEINE GLEICHUNG schützt Beleg und Verantwortung im Kontrapunkt.